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Metallfreie Trennwände setzen mit Holz-Rahmensystem

Der Trockenausbau gehört zu den Arbeiten, die sich mehr und mehr Heimwerker selbst zutrauen. Bekannt ist das Verfahren, Trennwände aus Gipskartonplatten auf Metallprofilen zu verschrauben. Darüber erfahren Sie mehr in diesem Beitrag. Eine Alternative dazu ist das "Finnwall" Holz-Rahmensystem für Trennwände, wie es Finnforest entwickelt hat. Bei dieser patentierten Systemverbindung kommt man mit einem Profil für alle Anwendungen aus. Diese Profile bestehen aus hochstabilem Furnierschichtholz in den Längen von 2600 und 3500 mm bei Stärken von 45 x 50, 45 x 75 und 45 x 100 mm. Sieht man von den Schrauben ab und den Metallklammern, die der Hersteller als Montagehilfe mitliefert, kann der Heimwerker tatsächlich eine metallfreie Trennwand in einem systematisierten System errichten, wobei diese Trennwand mit OSB-Platten, Gipskartonplatten oder Dekorpaneelen beplankt werden kann. Wer besonders hohe Anforderungen an Wärme- und Schalldämmung stellt, sollte sich natürlich für die breiten Holzprofile entscheiden.

Hier nun unsere Montageanleitung für das "Finnwall" Holz-Rahmensystem:
Markieren Sie im ersten Schritt den Wandverlauf auf beiden Seiten des Raumes und verbinden Sie diese Markierung mit einer Richtschnur.
Legen Sie nun die Profile an der Richtschnur an und bestimmen den Türausschnitt. Diesen sparen Sie aus. Sägen Sie das Profil entsprechend der benötigten Länge ab oder verlängern Sie es durch stumpfes Stoßen.
Profil(e) mit selbstklebendem Dichtungsband auf einer Nutseite bekleben und, je nach Bodenbeschaffenheit, mit (Spax-) Schrauben (Holzböden) oder Schrauben und Dübeln (Estrich, Fliesen etc.) auf dem Boden befestigen (max. Schraubenabstand 100 cm).
Raumhöhe zwischen dem Profil am Boden und der Decke ermitteln, 45 mm für die Stärke des Deckenprofils sowie 6 mm für das Untermaß von der gemessenen Länge abziehen (gesamt 51 mm) und das Profil für die Wand zuschneiden. Das Untermaß wird benötigt, damit die Profile mit den Montageklammern eingestellt werden können (siehe auch Punkt 10).
Die Profile für die Wände ebenfalls auf einer Nutseite mit Dichtungsband bekleben und lotrecht mit Hilfe einer Wasserwaage an der Wand montieren.
Zur Befestigung des Deckenprofils beide Wandprofile mit einer Richtschnur verbinden (kleine Nägel) und in Abständen mit einem Bleistift Markierungen an der Decke anbringen.
Nun das Profil bzw. die Profile wie beim Bodenprofil beschrieben montieren (max. Schraubenabstand 100 cm).
Die ermittelte Länge der Wandprofile ist das Maß für die Stiele - das Maß kann durch Unebenheiten abweichen. Gegebenfalls jeden Stiel einzeln messen, dabei die 6 mm Untermaß berücksichtigen, damit die Stiele mit Klammern eingestellt werden können. Stielabstand (max. 85 cm) ergibt sich aus der Art und dem Maß der Wandbeplankung und rechnet von Wand bis Mitte Stiel, bzw. von Mitte zu Mitte Stiel.
Stiel auf beiden Seiten mit einer Klammer ausrüsten, Stiel leicht schräg in die Nut des Bodenriegels einstellen, in die Senkrechte aufrichten (das Untermaß macht das Kippen über Ecken möglich), Abstand zum nächsten Stiel prüfen und justieren, Stiel mit Wasserwaage ausrichten - fertigt - kein zusätzliches Befestigen der Stiele nötig.
Die Stiele stehen nun mit einem Abstand von 2-3 mm zum Decken- bzw. Bodenprofil. Das ist wichtig, um eine ungewollte Lastaufnahme der Wand zu vermeiden. Die Aussteifung der Rahmenkonstruktion erfolgt dann über die Beplankung.
Tipp: Stiel zu kurz? Sollte ein größerer Abstand zu den montierten Decken- und Fußbodenprofilen
durch Unebenheiten oder Vermessen entstanden sein, so lässt sich dieses durch leichtes
Herausziehen der Klammer korrigieren. Die Klammer anschließend durch Unterlegen eines
kleinen z.B. Holzstückes unter dem Mittenbogen fixieren.
Nach dem Einstellen aller Stiele, Türhöhe anreißen, dabei eventuelle Veränderungen im späteren Bodenaufbau (Parkett, Laminat, Fliesen etc) berücksichtigen, Querriegel passgenau zuschneiden und mit Schrauben fixieren.
Tipp: Soll die Trennwand nach Fertigstellung beispielsweise Hängeschränke oder Regal tragen, jetzt
in gewünschter Höhe entsprechende Querriegel einbringen. (Maße notieren und/oder
Wandinnenleben mit einem Foto festhalten.)
Zur Beplankung der Finnwall Konstruktion kann z.B. Gipskarton, Zementfaser, Sperrholz, OSB, Paneele, Profilholz etc verwendet werden.
Ist eine Seite fertig beplankt, nach Bedarf Dämmmaterial sowie gewünschte Installationen einbringen. Für das Durchführen von Kabeln oder Leitungen werden die Stiele von Nutseite zu Nutseite mit entsprechenden Durchmessern durchbohrt.
Sind die Kabel gelegt und die Wände eventuell gedämmt, kann die Beplankung von der anderen Seite beginnen.
Bei Arbeiten unter Dach- oder Treppenschrägen, die nötigen Winkel zum Zuschneiden der Stiele mit einer Schmiege abnehmen und übertragen..
Für das Arbeiten mit dem Finnwall Holz-Rahmensystem werden folgende Werkzeuge und Hilfsmittel benötigt: Finnwallprofile, Montageklammern, Zollstock/Bandmaß, Wasserwaage, Bleistift, Schlagbohrmaschine/ Akkuschrauber, Hammer, Säge (Fuchsschwanz, Stich- oder Kreissäge), Richtschnur, Dichtungsband und Schrauben (Dübel).
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  18.05.2012   Seitenanfang  |  zurück  |  drucken  |