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Innentüre aus Holz versetzen – eine Arbeitsanleitung |
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Eine neue Ganzglasdusche soll eingebaut werden. Und wie fast immer, wenn alt gegen neu ausgetauscht werden soll, gibt es Probleme.
In diesem Fall ließ sich die vorhandene Badezimmertür nicht mehr schließen, weil die neue Dusche sechs Zentimeter breiter war, als
die alte und dem Türblatt um diese vier Zentimeter im Wege stand.
Das sind dann die Momente, in denen der Heimwerker mit dem Hammer um sich werfen könnte. Aber was hilft es, die alte Tür muss abgebaut werden.
Das geht nicht ohne Stemmeisen und Kuhfuß, doch Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, denn die Fliesen dürfen ja nicht abplatzen.
Man muss aber auch einmal Glück haben: Die alte Türzarge war mit viel Luft eingebaut worden, wie man auf dem Foto sieht. Das ist zwar nicht
vorschriftsmäßig im Sinne der Verhinderung von Schallübertragungen, aber in diesem Fall war es von Vorteil, denn die Wand musste nicht um
40 mm Zentimeter abgestemmt werden.
Bevor die Zarge zusammengesteckt wird,
muss die Lippendichtung, die in den Türfalz
kommt und den "Knalleffekt" beim
Zuschlagen der Tür dämpft, in die vorgefräste
Nut eingedrückt und auf das korrekte Maß
gekürzt werden. Diese Arbeit kann allerdings
auch ausgeführt werden, wenn die Zarge
schon eingebaut worden ist.
Die Montage der Zarge ist kein Problem, da alle Arbeitsschritte vorgegeben sind. In diesem Fall war ein Teppichboden im Flur vor dem Bad vorhanden.
Die auf dem Flur ausgelegte Zarge konnte also nicht verkratzen.
Generell muss beim Zusammensetzen der Zargenteile sehr vorsichtig vorgegangen
werden, denn die handelsüblichen Zargen bestehen aus Holzfaserplatten, die an den Ecken leicht ausbrechen können. Das gilt auch für das Einsetzen
der Zarge in die Tür. Meistens packen hier zwei Mann mit an und wenn der eine nach links oder rechts schiebt oder zieht und der andere in die
gegenseitige Richtung, dann brechen Türfutter und Zargenrahmen auseinander und die Zarge ist hin.
Die Zarge ist eingesetzt worden. Und man sieht auf den Fotos links und rechts eine hellblaue Bauplatte, die "aufgeleistet" worden ist. Man erinnere
sich - die Tür wurde um 40 mm versetzt, folglich musste an einer Seite aufgeleistet werden. Nicht genau um 40 mm - 10 mm sollten verbleiben, um in
diesen Spalt den Montageschaum einspritzen zu können. Bevor die Bohrmaschine angesetzt wurde, um das Türfutter zu fixieren, wurde immer
wieder mit der Wasserwaage nachgemessen, ob auch alles im Lot ist. Das Türfutter wurde an beiden Seiten mit Senkkopfschrauben fixiert,
auf die später braune Abdeckkappen geklippst wurden. Ob eine Verschraubung überhaupt nötig ist, ist letztendlich eine Glaubensfrage.
Die Montagemethode "Dachlatte" ist bei Heimwerkern beliebt. Der Profi setzt für diese Tätigkeit Türfutterspreizer aus Aluminium ein. Mit genau abgelängten Dachlatten wird die Zarge ausgesteift, damit sie nicht vom
Montageschaum auseinander gedrückt wird, sobald sich dieser ausgedehnt hat und ausgehärtet ist. Wer noch nie eine Innentür eingebaut oder - wie
in diesem Fall - versetzt hat, der tut gut daran, den Montageschaum nur punktuell und sehr vorsichtig einzusetzen, denn dieser vergrößert sich beim Aushärten um mehr als einhundert Prozent. Dennoch gibt es selbst beim
geübten Heimwerker "Schaumwülste", die aus den Fugen herausgetreten sind. Diese sind mit einem scharfen Messer bündig abzutrennen, sobald der
Schaum fest geworden, aber noch nicht ausgehärtet ist.
Was bleibt nun noch zu tun? Es muss die Zargenblende auf der Gegenseite eingedrückt werden.
Da Nut und Feder vorbereitet sind, ist das kein Problem. In die Nut etwas Tischlerleim zu drücken, ist überflüssig.
alle Fotos: www.fotografen-online.de
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Leider keine Beratung und kein Verkauf, aber jede Menge Inspiration! |
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