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Pergola oder Pavillon - der natürliche Sonnenschutz |
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Die Klimaerwärmung macht es möglich - jedes Jahr melden Meteorologen wieder neue Hitzerekorde. Gut,
wenn der Garten bei diesen Aussichten ein kühles Plätzchen zum Entspannen bietet - zum Beispiel unter einer Pergola oder in
einem Pavillon. Aus dem natürlichen Bau- und Werkstoff Holz gefertigt, fügen sie sich harmonisch in die Gartenumgebung ein
und schützen vor intensiven Sonnenstrahlen.
Mit einer Pergola aus Holz lassen sich Terrassen und gemütliche Sitzgruppen dekorativ überbauen,
während ein Pavillon frei steht und überall im Garten Platz finden kann. Holz eignet sich besonders gut als Sonnenschutz:
Eine Holzpergola heizt sich auch bei starker Sonneneinstrahlung kaum auf und spendet wohltuenden Schatten. Mit der richtigen
Kletterpflanze kombiniert, wird sie zum natürlichen Sonnenschirm. Das Holzdach eines Pavillons lässt hingegen keine
Sonnen- und damit auch keine UV-Strahlen durch, die einen Sonnenbrand verursachen könnten. Ein Tipp: Wer das Versilbern des
Holzes durch die UV-Strahlung vermeiden möchte, nimmt einen pigmentierten Anstrich vor. Oder er entscheidet sich auch hier
für das schützende Blattwerk von Rankpflanzen. Geeignet sind zum Beispiel Weinrebe oder Hopfen, zugleich bildliche Einladung
für Besucher und Nachbarn zu einer kühlen Weißweinschorle oder einem Glas Radler.
Schnelle Bauweise mit hoher Stabilität
Mit vorgefertigten Holzbauteilen lassen sich Pergolen einfach im Garten errichten. Die senkrechten
Stützen sorgen für Stabilität. Sie sollten daher neun bis 16 Zentimeter stark sein und mit einem Betonfundament mindestens
80 Zentimeter tief im Boden verankert werden. Um zu verhindern, dass sich die aufliegenden Balken gleicher Stärke
durchbiegen, sollten die Stützen etwa 1,80 bis 3 Meter voneinander entfernt stehen. Damit die berankte Pergola genügend
Schatten spendet, bietet es sich an, ein Holzspalier am Dach anzubringen. Die gitterförmig angebrachten Leisten dienen als
Rankhilfe für die Kletterpflanzen.
Pavillons lassen sich ebenfalls mit vorgefertigten Einzelteilen aus Holz einfach und robust aufbauen. Das meist
pyramidenförmige Dach wird an den Ecken auf Stützpfeiler gesetzt. Für eine optimale Durchgangshöhe sollten diese mindestens
zwei Meter lang sein. Um den Pavillon zu stabilisieren, werden stählerne Pfostenschuhe in den Boden einbetoniert und
anschließend die Holzstützen dort befestigt.
Die richtige Konstruktion und Holzart für eine lange Lebensdauer
Pergolen und Pavillons sind im Garten durchgehend der Witterung ausgesetzt. Eine durchdachte
Konstruktion hilft, den seit Jahrtausenden verwendeten Baustoff vor Feuchtigkeit zu schützen: Dabei werden die
Holzelemente so zusammengesetzt, dass Wasser entweder leicht abfließen kann oder von der Holzoberfläche fern gehalten
wird. Für Holzteile, die Bodenkontakt haben oder nordseitig stehen und langsamer abtrocknen, eignen sich dauerhafte
Holzarten wie Eiche, Robinie oder Lärche. Sie sind besonders robust und witterungsbeständig, ebenso wie das Kernholz
heimischer Nadelhölzer wie Douglasie, Fichte, Tanne und Kiefer. Letztere sind in der Regel auch mit einer
Kesseldruckimprägnierung erhältlich. Sachgemäß verbaut, halten sie bis zu 20 Jahre.
Verstärkt im Angebot ist so genanntes
Thermoholz. Hierbei handelt es sich um heimisches Holz, das in speziellen Kammern wärmebehandelt wird. Die Hitze verändert
die Feinstruktur des Holzes und macht es gemäß der Haltbarkeitsstufe 1 des Deutschen Instituts für Normung für mehr als
25 Jahre haltbar. Die Hersteller garen, kochen, backen oder frittieren das Holz, wobei Temperaturen zwischen 120 und 250
Grad erreicht werden. Im Heißölverfahren beispielsweise wird Esche in Rapsöl erhitzt. Heute gibt es also genügend
Alternativen zu Tropenholz, das nach wie vor mit einem Imageproblem durch die oft ungesicherte Herkunft zu kämpfen hat.
Schon gewusst? Wer Holz zum Bauen verwendet, leistet einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und zur Reduzierung von
Kohlendioxid (CO2). Denn während seines Wachstums nimmt jeder Baum große Mengen des Treibhausgases auf und speichert den
darin enthaltenen Kohlenstoff. Mit der Nutzung von Holz aus heimischen, nachhaltig bewirtschafteten Wäldern kann auch der
Gartenfreund dazu beitragen, das Klimagift langfristig unschädlich zu machen, denn es bleibt im Holz gefangen.
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